Vorwort des Distriktoberen
Gedanken zum Marienmonat Mai
Wir haben die schwere Pflicht, Hilfe zu suchen!

Hochwürdige Mitbrüder, ehrwürdige Brüder und Schwestern im Ordensstand, liebe Gläubige, Freunde und Wohltäter!

Ein herrlicher Liebesgedanke Gottes in Seiner schönen Schöpfung war der Mensch, der paradiesische Mensch, mit dem Er sich würdigte, zu wandeln im Garten Eden. Gott schuf den Menschen nach Seinem Bild und Gleichnis, gab ihm alle Schönheit der vernünftigen Kreatur, allen Schmuck der Gnade, Erkenntnis, reinen Willen, Unschuld, Gerechtigkeit und die Anwartschaft auf ein seliges, unsterbliches Leben. Ein Abbild der Allerheiligsten Dreifaltigkeit war dieser glückselige Mensch. Er war vollkommen in seinem Wesen, in seiner Vernunft, in seiner Liebe. Dann kam der Sündenfall mit allen Folgen bis zum heutigen Tag. Aber auch der Erlöser ist gekommen, der Neue und Ewige Bund ist da, und wir dürfen ihm angehören.

Maria, das schönste Geschöpf und Königin

Der schönste Monat des Jahres gehört dem schönsten Geschöpf. Tag für Tag dürfen wir uns zum Lob unserer jungfräulichen Mutter Maria versammeln. Seit über 70 Jahren beschließen wir den Mai mit dem schönen Fest Maria Königin. Obwohl Maria seit vielen Jahrhunderten von der gesamten Christenheit als Königin verehrt wird – denken wir nur an die Anrufungen der Lauretanischen Litanei – so dauerte es doch bis zum Jahr 1954, dem großen marianischen Jahr unter Papst Pius XII., bis die Kirche ein eigenes Fest „Maria Königin“ einsetzte. Das war ein außerordentlich wichtiges Ereignis für die ganze Kirche. Wir wollen es uns auch heute vor Augen führen.

Als Mutter des ewigen Königs ist die Allerseligste Jungfrau in einem wahren Sinn des Wortes Königin! Maria herrscht ausschließlich zu unserem Wohl. Sie führt uns mit mütterlich starker Hand zu unserem ewigen Ziel! Ad Jesum per Mariam! Maria war und ist die Königin, die mit mütterlich starker Hand ihre treuen Kinder durch Zeiten schwerer Not geführt hat und führt. Die Liebe Mariens zu uns hat nichts Schwächliches an sich, im Gegensatz zu so vielen Müttern heute; Mütter, die ihren Kindern in allem nachgeben und glauben, ihnen alles Schwere ersparen zu müssen. Maria, unsere Königin, führt uns auf wahrhaft mütterliche Weise!

Betrachten wir ein bekanntes Ereignis aus der Kirchengeschichte. Im Mai 1814 zog Papst Pius VII. nach jahrelanger Verbannung wieder in Rom ein. Ein scheinbar allmächtiger Kaiser, der bis in die Wiener Minoritenkirche hinein seine Spuren hinterlassen hat und furchtbare Zerstörung anrichtete, hatte den Papst aus der Ewigen Stadt verjagt, ihn durch Italien und Frankreich schleppen lassen und ihn schließlich in die Stadt Savona verbannt. Den Mittelpunkt des wahren Glaubens konnte dieser Kaiser aber nicht entscheidend treffen und vernichten. Bald war Napoleons Macht gebrochen und all sein Ehrgeiz vernichtet. Pius VII. konnte heimkehren und das römische Volk bereitete ihm einen begeisterten Empfang. In dieser außerordentlichen Gnade sah der Papst das schützende Walten Mariens, der Königin des Himmels und er bestimmte den Jahrestag seiner Heimkehr nach Rom als Fest „Maria, Hilfe der Christen“.

Helferin in schwerer Not

Die Himmelskönigin ist wahrhaftig die Helferin in schwerer Not. Ein kurzer Blick in die Kirchengeschichte genügt um zu sehen, wieviel Ursache Hirten und Gläubige zu allen Zeiten hatten, über schwere Verfolgungen zu klagen. Dem Zeitalter der Verfolgungen, in dem die Kirche durch die Feigheit der Lauen, der Abgefallenen viel zu leiden hatte, folgte sofort eine erste Periode großer und gefährlicher Irrlehren. Durch alle Zeiten steht die Christenheit im erbarmungslosen Kampf, gegen Verfolgungen von außen und von innen.

Ein wahrer Christ wird auch heute unter all den Heimsuchungen der Kirche viel leiden. Wieviel blinde und verstockte Gottlosigkeit erfüllt heute die Welt. Denken wir nur an die religiöse Gleichgültigkeit in einst so katholischen Ländern!

Erforschen wir unser Verhalten in all den Trübsalen, welche über die heilige Kirche heute kommen. Fragen wir uns: War unser Verhalten immer vom Geist des Glaubens getragen? Haben wir genug Vertrauen? Überlassen wir uns nicht allzu oft Zweifeln oder der Mutlosigkeit?  Könnte Christus, unser König nicht auch uns fragen: „Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?“ (Mt 14, 31)

Wir haben die schwere Pflicht, Hilfe zu suchen! Liebe und Klugheit gebieten es uns, in diesen schweren Zeiten für unsere geliebte Mutter, die heilige römische Kirche, Hilfe zu suchen in der Not dort Hilfe zu suchen, wo man uns helfen kann. Es braucht dringend Hilfe, Hilfe zu neuem Eifer, zu Großmut und Hingabe. Nur die Heiligkeit, die wahre Heiligkeit in unserem Leben, wird eine Wende einleiten können.

Zuflucht bei Maria

Wie könnten wir es da unterlassen, die Zuflucht bei Maria, unserer himmlischen Königin, zu suchen, uns mit Vertrauen an sie zu wenden? Stellen wir in unserem eifrigen, sehnsüchtigen Gebet für die Kirche, Gott dem Allmächtigen das Bild vor Augen, das er selbst im Paradies gezeichnet hat: Die Frau, die durch ihren Sohn und mit Ihm der Schlange den Kopf zertritt. Durch die Hilfe Mariens ist der Sieg gewiss! Haben wir das immer klar vor Augen!

Wir brauchen einmal mehr die Haltung des christlichen Soldaten, der sich im Besitz einer siegreichen Waffe weiß und dem das Schicksal der ganzen Christenheit am Herzen liegt!

Wenn wir in unseren Tagen in besonderer Weise so vielen Angriffen ausgesetzt sind, muss der hl. Rosenkranz und unsere ganze Andacht zu Maria, die unseren Alltag, unser ganzes Leben prägen, unsere Waffe, unsere siegreiche Waffe sein. Wenden wir uns ohne Unterlass an Maria! Versprechen wir unserer himmlischen Königin, tapfer für die Sache Christi zu kämpfen und sie beständig als wahre Helferin der Christenheit im Herzen und vor Augen zu haben. Eine treuere Wächterin des Glaubens als Maria hätte Gott nicht aufstellen können. Erneuern wir noch heute unsere Vorsätze, die wir gefasst haben, anlässlich des aktuellen Rosenkranzkreuzzuges und bereiten wir uns sorgfältig auf unseren Besuch in Fatima im August vor.

Marienmonat Mai

Nach Christus geht Maria uns immer voran. Die Himmelfahrt Marias ist selbstverständllich eine andere als die Himmelfahrt Christi, die wir in diesem Monat feiern, auch wenn die deutsche Übersetzung die Sache vermischt.

Die Vulgata, die die offizielle Übersetzung der Bibel in der lateinischen Kirche ist, unterscheidet zwischen Himmelfahrt ascensio - ein sich selbst Erheben zum Himmel hinauf kraft der eigenen Gottheit- und assumptio, dem Aufgenommenwerden Marias, die, auch wenn sie primissima, weil die einzig Sündenlose, doch ein Geschöpf ist. Deshalb wurde sie auch mit Leib und Seele aufgenommen. Um Hilfe bitten wir in diesem schönen Monat die Allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria. Sie wird für uns tun, was sie immer getan hat: Sie zeigt uns Jesus und durch Ihn bringt sie uns zum Vater im Reich der vollkommenen und beglückenden Schau. Ganz in diesem Sinne darf ich Sie herzlich einladen, täglich in diesem Monat die Maiandacht zu begehen.

Ich lade Sie besonders ein, in den kommenden Wochen für den Heiligen Vater, Papst Leo XIV., zu beten. Möge die Gottesmutter zu einem großen Wunder für die ganze Kirche verhelfen. Verbringen wir diesen Monat wirklich in einer tiefen, beständigen Andacht zu ihr. Beten wir täglich den Rosenkranz oder besser noch den ganzen Psalter, machen wir kleine Wallfahrten zu den zahlreichen Marienheiligtümern in unseren so marianischen Ländern des Distrikts.

Mit meinem priesterlichen Segen,

Jaidhof, am 1. Mai 2026

Vorwort des Distriktoberen
Gedanken zum Marienmonat Mai
Wir haben die schwere Pflicht, Hilfe zu suchen!

Hochwürdige Mitbrüder, ehrwürdige Brüder und Schwestern im Ordensstand, liebe Gläubige, Freunde und Wohltäter!

Ein herrlicher Liebesgedanke Gottes in Seiner schönen Schöpfung war der Mensch, der paradiesische Mensch, mit dem Er sich würdigte, zu wandeln im Garten Eden. Gott schuf den Menschen nach Seinem Bild und Gleichnis, gab ihm alle Schönheit der vernünftigen Kreatur, allen Schmuck der Gnade, Erkenntnis, reinen Willen, Unschuld, Gerechtigkeit und die Anwartschaft auf ein seliges, unsterbliches Leben. Ein Abbild der Allerheiligsten Dreifaltigkeit war dieser glückselige Mensch. Er war vollkommen in seinem Wesen, in seiner Vernunft, in seiner Liebe. Dann kam der Sündenfall mit allen Folgen bis zum heutigen Tag. Aber auch der Erlöser ist gekommen, der Neue und Ewige Bund ist da, und wir dürfen ihm angehören.

Maria, das schönste Geschöpf und Königin

Der schönste Monat des Jahres gehört dem schönsten Geschöpf. Tag für Tag dürfen wir uns zum Lob unserer jungfräulichen Mutter Maria versammeln. Seit über 70 Jahren beschließen wir den Mai mit dem schönen Fest Maria Königin. Obwohl Maria seit vielen Jahrhunderten von der gesamten Christenheit als Königin verehrt wird – denken wir nur an die Anrufungen der Lauretanischen Litanei – so dauerte es doch bis zum Jahr 1954, dem großen marianischen Jahr unter Papst Pius XII., bis die Kirche ein eigenes Fest „Maria Königin“ einsetzte. Das war ein außerordentlich wichtiges Ereignis für die ganze Kirche. Wir wollen es uns auch heute vor Augen führen.

Als Mutter des ewigen Königs ist die Allerseligste Jungfrau in einem wahren Sinn des Wortes Königin! Maria herrscht ausschließlich zu unserem Wohl. Sie führt uns mit mütterlich starker Hand zu unserem ewigen Ziel! Ad Jesum per Mariam! Maria war und ist die Königin, die mit mütterlich starker Hand ihre treuen Kinder durch Zeiten schwerer Not geführt hat und führt. Die Liebe Mariens zu uns hat nichts Schwächliches an sich, im Gegensatz zu so vielen Müttern heute; Mütter, die ihren Kindern in allem nachgeben und glauben, ihnen alles Schwere ersparen zu müssen. Maria, unsere Königin, führt uns auf wahrhaft mütterliche Weise!

Betrachten wir ein bekanntes Ereignis aus der Kirchengeschichte. Im Mai 1814 zog Papst Pius VII. nach jahrelanger Verbannung wieder in Rom ein. Ein scheinbar allmächtiger Kaiser, der bis in die Wiener Minoritenkirche hinein seine Spuren hinterlassen hat und furchtbare Zerstörung anrichtete, hatte den Papst aus der Ewigen Stadt verjagt, ihn durch Italien und Frankreich schleppen lassen und ihn schließlich in die Stadt Savona verbannt. Den Mittelpunkt des wahren Glaubens konnte dieser Kaiser aber nicht entscheidend treffen und vernichten. Bald war Napoleons Macht gebrochen und all sein Ehrgeiz vernichtet. Pius VII. konnte heimkehren und das römische Volk bereitete ihm einen begeisterten Empfang. In dieser außerordentlichen Gnade sah der Papst das schützende Walten Mariens, der Königin des Himmels und er bestimmte den Jahrestag seiner Heimkehr nach Rom als Fest „Maria, Hilfe der Christen“.

Helferin in schwerer Not

Die Himmelskönigin ist wahrhaftig die Helferin in schwerer Not. Ein kurzer Blick in die Kirchengeschichte genügt um zu sehen, wieviel Ursache Hirten und Gläubige zu allen Zeiten hatten, über schwere Verfolgungen zu klagen. Dem Zeitalter der Verfolgungen, in dem die Kirche durch die Feigheit der Lauen, der Abgefallenen viel zu leiden hatte, folgte sofort eine erste Periode großer und gefährlicher Irrlehren. Durch alle Zeiten steht die Christenheit im erbarmungslosen Kampf, gegen Verfolgungen von außen und von innen.

Ein wahrer Christ wird auch heute unter all den Heimsuchungen der Kirche viel leiden. Wieviel blinde und verstockte Gottlosigkeit erfüllt heute die Welt. Denken wir nur an die religiöse Gleichgültigkeit in einst so katholischen Ländern!

Erforschen wir unser Verhalten in all den Trübsalen, welche über die heilige Kirche heute kommen. Fragen wir uns: War unser Verhalten immer vom Geist des Glaubens getragen? Haben wir genug Vertrauen? Überlassen wir uns nicht allzu oft Zweifeln oder der Mutlosigkeit?  Könnte Christus, unser König nicht auch uns fragen: „Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?“ (Mt 14, 31)

Wir haben die schwere Pflicht, Hilfe zu suchen! Liebe und Klugheit gebieten es uns, in diesen schweren Zeiten für unsere geliebte Mutter, die heilige römische Kirche, Hilfe zu suchen in der Not dort Hilfe zu suchen, wo man uns helfen kann. Es braucht dringend Hilfe, Hilfe zu neuem Eifer, zu Großmut und Hingabe. Nur die Heiligkeit, die wahre Heiligkeit in unserem Leben, wird eine Wende einleiten können.

Zuflucht bei Maria

Wie könnten wir es da unterlassen, die Zuflucht bei Maria, unserer himmlischen Königin, zu suchen, uns mit Vertrauen an sie zu wenden? Stellen wir in unserem eifrigen, sehnsüchtigen Gebet für die Kirche, Gott dem Allmächtigen das Bild vor Augen, das er selbst im Paradies gezeichnet hat: Die Frau, die durch ihren Sohn und mit Ihm der Schlange den Kopf zertritt. Durch die Hilfe Mariens ist der Sieg gewiss! Haben wir das immer klar vor Augen!

Wir brauchen einmal mehr die Haltung des christlichen Soldaten, der sich im Besitz einer siegreichen Waffe weiß und dem das Schicksal der ganzen Christenheit am Herzen liegt!

Wenn wir in unseren Tagen in besonderer Weise so vielen Angriffen ausgesetzt sind, muss der hl. Rosenkranz und unsere ganze Andacht zu Maria, die unseren Alltag, unser ganzes Leben prägen, unsere Waffe, unsere siegreiche Waffe sein. Wenden wir uns ohne Unterlass an Maria! Versprechen wir unserer himmlischen Königin, tapfer für die Sache Christi zu kämpfen und sie beständig als wahre Helferin der Christenheit im Herzen und vor Augen zu haben. Eine treuere Wächterin des Glaubens als Maria hätte Gott nicht aufstellen können. Erneuern wir noch heute unsere Vorsätze, die wir gefasst haben, anlässlich des aktuellen Rosenkranzkreuzzuges und bereiten wir uns sorgfältig auf unseren Besuch in Fatima im August vor.

Marienmonat Mai

Nach Christus geht Maria uns immer voran. Die Himmelfahrt Marias ist selbstverständllich eine andere als die Himmelfahrt Christi, die wir in diesem Monat feiern, auch wenn die deutsche Übersetzung die Sache vermischt.

Die Vulgata, die die offizielle Übersetzung der Bibel in der lateinischen Kirche ist, unterscheidet zwischen Himmelfahrt ascensio - ein sich selbst Erheben zum Himmel hinauf kraft der eigenen Gottheit- und assumptio, dem Aufgenommenwerden Marias, die, auch wenn sie primissima, weil die einzig Sündenlose, doch ein Geschöpf ist. Deshalb wurde sie auch mit Leib und Seele aufgenommen. Um Hilfe bitten wir in diesem schönen Monat die Allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria. Sie wird für uns tun, was sie immer getan hat: Sie zeigt uns Jesus und durch Ihn bringt sie uns zum Vater im Reich der vollkommenen und beglückenden Schau. Ganz in diesem Sinne darf ich Sie herzlich einladen, täglich in diesem Monat die Maiandacht zu begehen.

Ich lade Sie besonders ein, in den kommenden Wochen für den Heiligen Vater, Papst Leo XIV., zu beten. Möge die Gottesmutter zu einem großen Wunder für die ganze Kirche verhelfen. Verbringen wir diesen Monat wirklich in einer tiefen, beständigen Andacht zu ihr. Beten wir täglich den Rosenkranz oder besser noch den ganzen Psalter, machen wir kleine Wallfahrten zu den zahlreichen Marienheiligtümern in unseren so marianischen Ländern des Distrikts.

Mit meinem priesterlichen Segen,

Jaidhof, am 1. Mai 2026

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