Hochwürdige Mitbrüder, ehrwürdige Brüder und Schwestern im Ordensstand, liebe Gläubige, Freunde und Wohltäter!
Am kommenden 12. September feiern wir wieder das Fest Mariä Namen, das für die Geschichte Österreichs so bedeutsam ist, einige Tage zuvor das hohe Fest Mariä Geburt und am 15. September das Fest der Sieben Schmerzen Mariens. Der September ist ein besonders marianischer Monat, aber auch der Monat der heiligen Schutzengel, am ersten Sonntag im September wurde in unseren Ländern der Schutzengelsonntag begangen und am 29. September ist das Fest des hl. Erzengels Michael, der immer ganz besonders das Heilige Römische Reich beschützt hat.
Eine große Geschichte
Blicken wir auf die Geschichte, so sehen wir, dass der September für die Geschichte Österreichs und unserer ehemaligen Kronländer höchst bedeutsam ist. Einige wenige Beispiele seien genannt:
Am 1. September 1483 zog der spätere Kaiser Maximilian I. siegreich in Utrecht ein.
Am 2. September 1686 wurde Ofen nach 146 Jahren aus der Gewalt der Osmanen befreit.
Am 3. September 1796 besiegte Erzherzog Karl den französischen General Jourdan und tags darauf kapituliert die Citadelle von Würzburg.
Am 5. September 1688 siegten die kaiserlichen Truppen bei Terpnitz in Bosnien über die Türken.
Am 6. September 1634 wurden unter Kaiser Ferdinand II. die Schweden in Nördlingen besiegt.
Am 11. September errang Prinz Eugen drei große Siege, 1697 in Zenta, 1701 bei Chiari und 1709 bei Malplaquet in den Niederlanden. Am 11. September war auch die so bedeutende Reichsversammlung in Preßburg in einer Zeit allerschwerster Bedrängnis, bei der die Ungarn in einer besonders außerordentlichen Weise Maria Theresia die Treue schworen. Mit gezogenem Säbel riefen sie alle mit ihrem Palatin Johannes Palffy: „Lasset uns für Maria Theresia, unseren König (nicht Königin!) sterben!“
Am 12. September erfolgte im Jahre 1683 bei der zweiten Türkenbelagerung der glorreichste Sieg der vereinten christlichen Heere.
Am 30. September 1748 erneuerte Kaiserin Maria Theresia mit Zustimmung des Papstes den alten Beinamen der ungarischen Könige, seit den Zeiten des hl. Königs Stephanus: „Apostolischer König von Ungarn“.
Die Verehrung Mariens
Bei all diesen historischen Ereignissen darf man die übernatürliche Seite niemals vergessen.
Die Kirche lehrt, dass der heiligsten Jungfrau ein Kult der Verehrung (dulía) entgegenzubringen ist, jedoch wegen ihrer überragenden Würde als Mutter Gottes in höchstem Maß (hyperdulía, Hochverehrung). Diese Verehrung unterscheidet sich vom Kult der Anbetung (latría), der Gott, der Menschheit Christi und dem heiligen Kreuz vorbehalten ist, sowie dem einfachen Kult der dulía, der den Heiligen zusteht.
Die Andacht zur Jungfrau und Gottesmutter Maria, die zur Nachahmung ihrer Tugenden führt, ist ein sicherer Weg zum Heil, denn Maria erlangt für diejenigen, die sie voller Vertrauen anflehen, die Beharrlichkeit bis zum Tod, denn sie ist die universelle Mittlerin aller Gnaden und schaut mit besonderem Wohlwollen auf ihre treu ergebenen Kinder. Die gläubigen Bischöfe und Priester und unsere Völker haben das immer gewusst und sind zur Muttergottes gegangen in all diesen großen und kleinen Anliegen. Es berührt mich zutiefst, bei den Besuchen in den verschiedenen Ländern des Distrikts immer wieder die herrlichen marianischen Heiligtümer zu sehen.
Verehren wir die Gottesmutter in diesen Tagen
Die der Allerseligsten Jungfrau Maria zustehende Verehrung ist etwas sehr Großes für uns alle und für die ganze Kirche. Diese Verehrung stärkt in der Kirche die Grundlagen des Glaubens, da sie den Glauben an die erlösende Menschwerdung Jesu Christ miteinschließt, vor Irrlehren bewahrt, zur Heiligkeit führt und immer unseren Herrn Jesus Christus durch die seiner Mutter erwiesene Ehre verherrlicht. Der hl. Thomas von Aquin lehrt uns: „Weil die heilige Jungfrau Maria die Mutter Gottes ist, hat sie eine gewisse unendliche Würde von dem unendlichen Gut her, das Gott ist. Und von da aus gesehen, kann es nichts Besseres geben als sie, so wie es nichts Besseres geben kann als Gott.“ (vgl. Summa Theologica, Prima Pars, Questio 25, 6. Artikel, ad 4)
Maria ist die einzige, die gemeinsam mit Gott Vater dem Sohn Gottes sagen kann: Du bist mein Sohn. So sieht es klar der hl. Thomas. Der große Theologe Kardinal Cajetan (Tommaso de Vio) lehrt uns, dass, indem Maria den menschgewordenen Gott empfing, gebar und mit ihrer Milch ernährte, sie durch ihr persönliches und natürliches Tun bis an die Grenzen der Göttlichkeit herankam.
Verehren wir unsere Mutter und Beschützerin, beten wir oft zu ihr, gehen wir mit all unseren persönlichen Anliegen dankend und bittend immer zu Maria. Von der hl. Katharina von Siena ist ein wunderschönes Gebet vom 25. März 1379 überliefert: „Maria! Maria! Du Tempel der Dreifaltigkeit! O Maria, du Trägerin des Feuers! Maria, Verwalterin der Barmherzigkeit! Maria, du Gebärerin der Frucht! Maria, du Erlöserin [ital.: ricomperatrice] des Menschengeschlechts – denn die Welt wurde erlöst, da im [göttlichen] Wort dein eigenes Fleisch gelitten hat.“
Was sollen wir beten?
Vor allem den heiligen Rosenkranz und, wenn es uns die Standespflichten ermöglichen, immer wieder auch den Psalter, also drei Rosenkränze mit den 15 klassischen Rosenkranzgeheimnissen. In seiner Rosenkranzenzyklika Ingruentium malorum von 1951 lehrt uns Papst Pius XII.: „Die Kirche stützt sich nicht auf Gewalt und Waffen, auch nicht auf menschliche Hilfsquellen, sondern allein auf die Hilfe von oben, wie sie gerade durch solche Gebete gewonnen wird; die Kirche gleicht hierin David, der nur mit einer Schleuder ausgerüstet war, und so geht sie unerschrocken gegen den höllischen Feind zum Angriff über, dem sie die Worte des Hirtenknaben entgegenrufen kann: „Du kommst zu mir mit Schwert, Lanze und Schild; ich aber komme zu dir im Namen des Herrn der Heerscharen...; und all dies Volk hier soll erkennen, dass nicht durch Schwert und Lanze der Herr die Rettung bringt“ (1 Kön 17, 44.49).“
… Wenn das Böse und die Kraftanstrengungen der Bösen immer weiter anwachsen, so soll in gleicher Weise von Tag zu Tag mehr, auch der fromme Sinn aller Guten erstarken und seine Kraft entfalten! Ihr Streben soll darauf gerichtet sein, von unserer liebreichsten Mutter gerade durch das, ihr sicherlich so liebe, Rosenkranzgebet zu erflehen, dass für die Kirche und die menschliche Gesellschaft möglichst bald wieder bessere Zeiten anbrechen!
Beten wir dreimal täglich auch den Angelus (Engel des Herrn), am Morgen, zu Mittag und am Abend. Oftmals läuten in unseren Ländern ja noch, Gott sei Dank, dazu die Kirchenglocken. Tragen wir gerne das Skapulier vom Berge Karmel, das wir aber gesegnet vom Priester empfangen müssen. Ich kann nur immer wieder dazu ermuntern in die Skapulierbruderschaft einzutreten.
„Die Allerseligste Jungfrau verspricht den Trägern des Skapuliers die Erlangung des ewigen Lebens. Das ist die wichtigste Gnade überhaupt.“ (Papst Pius XII.)
September - Schutzengelmonat
Der hl. Thomas von Aquin sagt uns über die Schutzengel: „Wie also den Menschen, welche auf gefährlichen Straßen wandern, Schutzleute mitgegeben werden, so hat jeder Mensch, so lange er auf Erden pilgert, seinen Schutzengel. Ist der Mensch aber zur Heimat gelangt, dann wird er keinen Schutzengel mehr haben, sondern einen Engel, der mit ihm herrscht; wie der Sünder in der Hölle den Teufel haben wird, der ihn straft… und somit werden sie auch nicht beraubt des Beistandes von außen, wie er der ganzen menschlichen Natur beigegeben worden ist; nämlich des Beistandes der Schutzengel. Und wenn sie auch desselben nicht in der Weise sich bedienen, dass sie das ewige Leben erlangen, so werden sie dadurch doch immerhin von vielen Übeln abgehalten, die ihnen selbst und anderen schaden würden. Denn die Teufel selbst werden von den heiligen Engeln abgehalten, dass sie schaden, wie sie möchten; und ähnlich wird aus diesem Grunde der Antichrist nicht so viel verderben als er möchte.“ (vgl. Summa Theologica, Prima Pars, Questio 113, 4. Artikel)
Mögen alle Priester wieder die Leoninischen Gebete nach der Hl. Messe beten mit dem Michaelsgebet. Das wird der Kirche wirklich helfen. Ich ermuntere alle auch, die schönen Schutzengelgebete viel öfter zu beten, die wir vielleicht als kleine Kinder von den Eltern schon gelernt haben!
„Angele Dei, qui custos es mei, me, tibi commissum pietate superna, illumina, custodi, rege et guberna. Amen. – Engel Gottes, mein Beschützer, Gott hat dich gesandt, mich zu begleiten. Erleuchte, beschütze, leite und führe mich. Amen.“
Oder: „Heiliger Schutzengel mein, lass mich dir empfohlen sein. Steh in jeder Not mir bei, halte mich von Sünden frei. Führe mich an deiner Hand, in das himmlische Vaterland. In dieser Nacht ich bitte dich, beschütze und bewache mich. Amen.“
Mit meinem priesterlichen Segen,
Jaidhof, am 1. September 2026
Hochwürdige Mitbrüder, ehrwürdige Brüder und Schwestern im Ordensstand, liebe Gläubige, Freunde und Wohltäter!
Am kommenden 12. September feiern wir wieder das Fest Mariä Namen, das für die Geschichte Österreichs so bedeutsam ist, einige Tage zuvor das hohe Fest Mariä Geburt und am 15. September das Fest der Sieben Schmerzen Mariens. Der September ist ein besonders marianischer Monat, aber auch der Monat der heiligen Schutzengel, am ersten Sonntag im September wurde in unseren Ländern der Schutzengelsonntag begangen und am 29. September ist das Fest des hl. Erzengels Michael, der immer ganz besonders das Heilige Römische Reich beschützt hat.
Eine große Geschichte
Blicken wir auf die Geschichte, so sehen wir, dass der September für die Geschichte Österreichs und unserer ehemaligen Kronländer höchst bedeutsam ist. Einige wenige Beispiele seien genannt:
Am 1. September 1483 zog der spätere Kaiser Maximilian I. siegreich in Utrecht ein.
Am 2. September 1686 wurde Ofen nach 146 Jahren aus der Gewalt der Osmanen befreit.
Am 3. September 1796 besiegte Erzherzog Karl den französischen General Jourdan und tags darauf kapituliert die Citadelle von Würzburg.
Am 5. September 1688 siegten die kaiserlichen Truppen bei Terpnitz in Bosnien über die Türken.
Am 6. September 1634 wurden unter Kaiser Ferdinand II. die Schweden in Nördlingen besiegt.
Am 11. September errang Prinz Eugen drei große Siege, 1697 in Zenta, 1701 bei Chiari und 1709 bei Malplaquet in den Niederlanden. Am 11. September war auch die so bedeutende Reichsversammlung in Preßburg in einer Zeit allerschwerster Bedrängnis, bei der die Ungarn in einer besonders außerordentlichen Weise Maria Theresia die Treue schworen. Mit gezogenem Säbel riefen sie alle mit ihrem Palatin Johannes Palffy: „Lasset uns für Maria Theresia, unseren König (nicht Königin!) sterben!“
Am 12. September erfolgte im Jahre 1683 bei der zweiten Türkenbelagerung der glorreichste Sieg der vereinten christlichen Heere.
Am 30. September 1748 erneuerte Kaiserin Maria Theresia mit Zustimmung des Papstes den alten Beinamen der ungarischen Könige, seit den Zeiten des hl. Königs Stephanus: „Apostolischer König von Ungarn“.
Die Verehrung Mariens
Bei all diesen historischen Ereignissen darf man die übernatürliche Seite niemals vergessen.
Die Kirche lehrt, dass der heiligsten Jungfrau ein Kult der Verehrung (dulía) entgegenzubringen ist, jedoch wegen ihrer überragenden Würde als Mutter Gottes in höchstem Maß (hyperdulía, Hochverehrung). Diese Verehrung unterscheidet sich vom Kult der Anbetung (latría), der Gott, der Menschheit Christi und dem heiligen Kreuz vorbehalten ist, sowie dem einfachen Kult der dulía, der den Heiligen zusteht.
Die Andacht zur Jungfrau und Gottesmutter Maria, die zur Nachahmung ihrer Tugenden führt, ist ein sicherer Weg zum Heil, denn Maria erlangt für diejenigen, die sie voller Vertrauen anflehen, die Beharrlichkeit bis zum Tod, denn sie ist die universelle Mittlerin aller Gnaden und schaut mit besonderem Wohlwollen auf ihre treu ergebenen Kinder. Die gläubigen Bischöfe und Priester und unsere Völker haben das immer gewusst und sind zur Muttergottes gegangen in all diesen großen und kleinen Anliegen. Es berührt mich zutiefst, bei den Besuchen in den verschiedenen Ländern des Distrikts immer wieder die herrlichen marianischen Heiligtümer zu sehen.
Verehren wir die Gottesmutter in diesen Tagen
Die der Allerseligsten Jungfrau Maria zustehende Verehrung ist etwas sehr Großes für uns alle und für die ganze Kirche. Diese Verehrung stärkt in der Kirche die Grundlagen des Glaubens, da sie den Glauben an die erlösende Menschwerdung Jesu Christ miteinschließt, vor Irrlehren bewahrt, zur Heiligkeit führt und immer unseren Herrn Jesus Christus durch die seiner Mutter erwiesene Ehre verherrlicht. Der hl. Thomas von Aquin lehrt uns: „Weil die heilige Jungfrau Maria die Mutter Gottes ist, hat sie eine gewisse unendliche Würde von dem unendlichen Gut her, das Gott ist. Und von da aus gesehen, kann es nichts Besseres geben als sie, so wie es nichts Besseres geben kann als Gott.“ (vgl. Summa Theologica, Prima Pars, Questio 25, 6. Artikel, ad 4)
Maria ist die einzige, die gemeinsam mit Gott Vater dem Sohn Gottes sagen kann: Du bist mein Sohn. So sieht es klar der hl. Thomas. Der große Theologe Kardinal Cajetan (Tommaso de Vio) lehrt uns, dass, indem Maria den menschgewordenen Gott empfing, gebar und mit ihrer Milch ernährte, sie durch ihr persönliches und natürliches Tun bis an die Grenzen der Göttlichkeit herankam.
Verehren wir unsere Mutter und Beschützerin, beten wir oft zu ihr, gehen wir mit all unseren persönlichen Anliegen dankend und bittend immer zu Maria. Von der hl. Katharina von Siena ist ein wunderschönes Gebet vom 25. März 1379 überliefert: „Maria! Maria! Du Tempel der Dreifaltigkeit! O Maria, du Trägerin des Feuers! Maria, Verwalterin der Barmherzigkeit! Maria, du Gebärerin der Frucht! Maria, du Erlöserin [ital.: ricomperatrice] des Menschengeschlechts – denn die Welt wurde erlöst, da im [göttlichen] Wort dein eigenes Fleisch gelitten hat.“
Was sollen wir beten?
Vor allem den heiligen Rosenkranz und, wenn es uns die Standespflichten ermöglichen, immer wieder auch den Psalter, also drei Rosenkränze mit den 15 klassischen Rosenkranzgeheimnissen. In seiner Rosenkranzenzyklika Ingruentium malorum von 1951 lehrt uns Papst Pius XII.: „Die Kirche stützt sich nicht auf Gewalt und Waffen, auch nicht auf menschliche Hilfsquellen, sondern allein auf die Hilfe von oben, wie sie gerade durch solche Gebete gewonnen wird; die Kirche gleicht hierin David, der nur mit einer Schleuder ausgerüstet war, und so geht sie unerschrocken gegen den höllischen Feind zum Angriff über, dem sie die Worte des Hirtenknaben entgegenrufen kann: „Du kommst zu mir mit Schwert, Lanze und Schild; ich aber komme zu dir im Namen des Herrn der Heerscharen...; und all dies Volk hier soll erkennen, dass nicht durch Schwert und Lanze der Herr die Rettung bringt“ (1 Kön 17, 44.49).“
… Wenn das Böse und die Kraftanstrengungen der Bösen immer weiter anwachsen, so soll in gleicher Weise von Tag zu Tag mehr, auch der fromme Sinn aller Guten erstarken und seine Kraft entfalten! Ihr Streben soll darauf gerichtet sein, von unserer liebreichsten Mutter gerade durch das, ihr sicherlich so liebe, Rosenkranzgebet zu erflehen, dass für die Kirche und die menschliche Gesellschaft möglichst bald wieder bessere Zeiten anbrechen!
Beten wir dreimal täglich auch den Angelus (Engel des Herrn), am Morgen, zu Mittag und am Abend. Oftmals läuten in unseren Ländern ja noch, Gott sei Dank, dazu die Kirchenglocken. Tragen wir gerne das Skapulier vom Berge Karmel, das wir aber gesegnet vom Priester empfangen müssen. Ich kann nur immer wieder dazu ermuntern in die Skapulierbruderschaft einzutreten.
„Die Allerseligste Jungfrau verspricht den Trägern des Skapuliers die Erlangung des ewigen Lebens. Das ist die wichtigste Gnade überhaupt.“ (Papst Pius XII.)
September - Schutzengelmonat
Der hl. Thomas von Aquin sagt uns über die Schutzengel: „Wie also den Menschen, welche auf gefährlichen Straßen wandern, Schutzleute mitgegeben werden, so hat jeder Mensch, so lange er auf Erden pilgert, seinen Schutzengel. Ist der Mensch aber zur Heimat gelangt, dann wird er keinen Schutzengel mehr haben, sondern einen Engel, der mit ihm herrscht; wie der Sünder in der Hölle den Teufel haben wird, der ihn straft… und somit werden sie auch nicht beraubt des Beistandes von außen, wie er der ganzen menschlichen Natur beigegeben worden ist; nämlich des Beistandes der Schutzengel. Und wenn sie auch desselben nicht in der Weise sich bedienen, dass sie das ewige Leben erlangen, so werden sie dadurch doch immerhin von vielen Übeln abgehalten, die ihnen selbst und anderen schaden würden. Denn die Teufel selbst werden von den heiligen Engeln abgehalten, dass sie schaden, wie sie möchten; und ähnlich wird aus diesem Grunde der Antichrist nicht so viel verderben als er möchte.“ (vgl. Summa Theologica, Prima Pars, Questio 113, 4. Artikel)
Mögen alle Priester wieder die Leoninischen Gebete nach der Hl. Messe beten mit dem Michaelsgebet. Das wird der Kirche wirklich helfen. Ich ermuntere alle auch, die schönen Schutzengelgebete viel öfter zu beten, die wir vielleicht als kleine Kinder von den Eltern schon gelernt haben!
„Angele Dei, qui custos es mei, me, tibi commissum pietate superna, illumina, custodi, rege et guberna. Amen. – Engel Gottes, mein Beschützer, Gott hat dich gesandt, mich zu begleiten. Erleuchte, beschütze, leite und führe mich. Amen.“
Oder: „Heiliger Schutzengel mein, lass mich dir empfohlen sein. Steh in jeder Not mir bei, halte mich von Sünden frei. Führe mich an deiner Hand, in das himmlische Vaterland. In dieser Nacht ich bitte dich, beschütze und bewache mich. Amen.“
Mit meinem priesterlichen Segen,
Jaidhof, am 1. September 2026